Computational Framework for Quantifying the Architectural Aesthetic Experience

Victor Sardenberg


Veranschaulichende Mindmap zur Promotion von Victor Sardenberg Veranschaulichende Mindmap zur Promotion von Victor Sardenberg Veranschaulichende Mindmap zur Promotion von Victor Sardenberg © Victor Sardenberg

Promotion

Thema:
Die Thesis versucht, ein rechnerisches Framework für die Quantifizierung der ästhetischen Erfahrung von Architektur zu schaffen. Sie baut auf den Forschungen von Gustav Fechner aus dem 19. Jahrhundert auf - die psychologische Erfahrung durch physische Reize erklärt - und auf den Arbeiten von Max Bense aus dem 20. Jahrhundert - die eine Theorie des "ästhetischen Zustands" der Kunstwerke als realisierte Zeichen, Prozesse von Zeichen und Zeichensystemen entwickelten (Walter, 2000) - und setzt die zeitgenössische Datenwissenschaft zur Optimierung und Optionierung von Entwurfslösungen ein. Der Umfang der Arbeit beschränkt sich auf den Bildbereich.

Vorwort:
Seit den 1990er Jahren, mit dem Aufkommen neuer digitaler Entwurfswerkzeuge, innovativer Materialien und numerisch gesteuerter Fertigung, entstand für Architekten ein neues Formenvokabular (Kolarevic 2003). Nachdem die prohibitiven Probleme des Entwerfens und Produzierens komplizierter und komplexer Formen gelöst waren, stellte sich allen Praktikern und Kritikern eine disziplinäre Frage: Wie bewertet man Form?

Mit der Verbreitung von Computern im Bereich der Architektur und mit der zunehmenden Rechenleistung stützten sich die Designer auf fortschrittliche CAD-Werkzeuge zur Erzeugung und Analyse der Form unter verschiedenen Kriterien wie Umweltverträglichkeit, Kosten- und Gewinnoptimierung und Strukturverhalten. In jüngerer Zeit wurde die Simulation des Nutzerverhaltens zu einem weiteren Maßstab für die Entscheidungsfindung im Entwurf auf verschiedenen Skalen (Schumacher, 2016). Diese Arbeit beabsichtigt die Einführung von Rechenwerkzeugen zur Bewertung der ästhetischen Erfahrung von architektonischen Umgebungen.

Architektur wirft vor allem Fragen der Qualitäten auf - räumliche Effekte, Oberflächentexturen - und hat ihre disziplinären Probleme (Innen- und Außenbeziehung, wie ein Gebäude den Boden berührt, wie Oberfläche Volumen erzeugt, Masse und Hohlräume), die sich kaum quantifizieren lassen (Kipnis, 2013).

Es gibt jedoch eine lange Tradition in dem Versuch, die visuelle Erfahrung in Kunstwerken, aber auch in der angewandten visuellen Praxis zu quantifizieren (Kipnis, 2013). Jüngste Forschungen wurden vor allem im Marketing und in der Werbung durchgeführt, um das Kundenverhalten zu verstehen, z.B. bei Eye-Tracking Websites (Zhenyou, 2018). Auch die Millennial- und die Z-Generationen haben soziale Medien als ästhetischen Bewertungsmotor durch Vorlieben und Abneigungen in Apps wie Instagram oder Tinder genutzt.

Diese Forschung zielt darauf ab, einen praktischen und theoretischen Rahmen für eine quantitative Ästhetik im architektonischen Entwurfsprozess als Leitfaden für den architektonischen Entwurf bereitzustellen und die Disziplin und Praxis in die Lage zu versetzen, sie zur Unterstützung von Entwurfsentscheidungen umzusetzen.

Umfang: 
Diese Forschung konzentriert sich auf die quantitative Ästhetik als Kriterium und deren Umsetzung in der Design-Optionsfindung. Sie stützt sich auf die jüngsten Entwicklungen in der Informatik, um die Unzulänglichkeiten der Forschung von Gustav Fechner und der Stuttgarter Schule zu überwinden, und schafft einen Rahmen quantitativer Ästhetik als Grundlage für Designentscheidungen.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt.  

 

 

 

Informationen

Angestrebter Grad:

  • Dr.Ing.

Relevante Lehrveranstaltungen:

  • Pitch: Swiping Left and Right

Relevante Veröffentlichungen: